Entstehung der Kunststofffenster

Kunststofffenster
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Seit nun mehr als 60 Jahren gibt es Kunststofffenster auf dem Markt. Anfangs waren die Kunststofffenster noch sehr einfach gehalten. Es handelte sich meistens um Fenster, welche mit lediglich einer Kammer ausgestattet waren. Auch die Stabilität der Fenster ließ im Vergleich zu den damalig üblichen Holzfenstern sehr zu wünschen übrig. Doch der Wandel der Zeit hat auch die Kunststofffenster nicht unberührt gelassen: Die Profile wurden immer weiterentwickelt. Schnell entstanden Entwässerungen bei Kunststofffenster und somit hatten die Kunststofffenster bereits zwei Kammern. Mittlerweile werden Kunststofffenster nach Passivhausnorm gefertigt. Sie haben zum Teil zwischen 6 und 8 Kammern und werden höchsten Anforderungen mehr als nur gerecht. Einige Profilhersteller greifen zum absoluten Topen der U-Werte zum Ausschäumen der Isolierkammern. Das heißt, dass zum Beispiel die Hauptkammer des Kunststofffensters mit einem Dämmstoff befüllt wird um die U-Werte weiter zu optimieren. Auch die Stabilität der Kunststofffenster stellt mittlerweile kein Problem mehr da. Je nach Hersteller werden die Profile entweder mit Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt und garantieren so für ihre Stabilität.

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Wärmeschutz bei Kunststofffenster
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Der Wärmedurchgangskoeffizient – kurz U-Wert – gibt an, welchen Wärmestrom beispielsweise ein Kunststofffenster hat. Dies erklärt unter anderem auch, wieso ein höherer Dämmwert als schlechter gehandelt wird, als ein niedrigerer Dämmwert. Die Dämmwirkung soll laut EnEV (Energiesparverordnung) möglichst hoch sein.

Kunststofffenster als Schallschutz

Kunststofffenster mit Schallschutz
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In der heutigen Zeit ist der Alltag zumeist von Stress und Eile geprägt. Zumeist ist es im beruflichen Umfeld hektisch und unruhig. Umso wichtiger ist es, dass das Zuhause zu einem Ort des Wohlfühlens und der Entspannung wird. Wird dieser Ort nun wieder durch Straßenlärm oder ähnlichem gestört, ist es unmöglich eine Quelle der Erholung zu finden. Dies hat zur Folge das die eigenen Akkus nicht geladen werden und kein ergiebiger Schlafrhythmus zustande kommt. Als extremste Folge derartiges Dauerbelastungen können Depressionen, Schlafstörungen und andere psychische Erkrankungen folgen.
Fenster aus Kunststoff haben eine gesetzlich geregelte Schalldämmung. Diese Regelungen werden als Schallschutzklassen bezeichnet und sind genormt eingeteilt. So kann sich jeder Bauherr selbst entscheiden, welche Schallschutzklasse ansprechend ist. Ausschlaggebend sind hierzu der Wohnraum und welche Lage das Haus selbst hat. So wird eine Küche in gemütlicher ländlicher Region sicherlich eine andere Schallschutzanforderung stellen, wie ein Schlafzimmer direkt neben einer Stadtautobahn.
Mit der Schallschutzverordnung DIN 4109 hat der Staat eine Mindestanforderung für Schallschutzfenster festgelegt. Erfahrungsberichte zeigen, dass diese Mindestanforderungen überschritten werden sollten. So haben die Bewohner auch sicherlich ein angenehmes Wohngefühl und können sich Zuhause einen Ort der Entspannung schaffen.

Um den verschiedenen Wohnsituationen gerecht zu werden wurden sogenannte Schallschutzklassen eingeführt. So lässt sich jeweils der optimale Schallschutzbedarf einschlüsseln. Das sogenannte Schalldämm-Maß gibt bei den verschiedenen Klassen an, in welcher Stärke der Lärm abgesondert wird. So dringt durch ein Kunststofffenster mit einem Schallschutz von 40 dB nur noch der Geräuschpegel in den Wohnraum, welcher die 40 dB überschreitet.
Insgesamt kann zwischen 6 Schallschutzklassen unterschieden werden. Ein amtliches Prüfzeugnis bescheinigt den Kunststofffenstern, dass die geeignet sind den Namen eines Schallschutzfensters zu führen. Bereits die Ausstattung der Kunststofffenster mit einer 3-fach-Verglasung kann eine Verbesserung im Rahmen des Schallschutzes bieten. Eine standardisierte Isolierverglasung kann Werte von bis zu 32 dB erzielen.

Die verschiedenen Schallschutzklassen von Kunststofffenster gliedern sich wie folgt: Schallschutzklasse I: 25 – 29 dB, 30 – 34 dB werden durch die Schallschutzklasse II abgedeckt. Ein Kunststofffenster mit Schallschutzklasse III muss Werte zwischen 35 und 39 dB erfüllen. Als Schallschutzfenster der Klasse IV werden Kunststoff-Elemente von 40 – 44 dB eingestuft. Da die Schallschutzklasse VI nur mit einem Kastenfenster realisierbar ist, ist als standardisiertes Kunststofffenster das Höchstmaß mit der Schallschutzklasse V realisierbar.

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