Wo und wann machen Einbruchschutz Fenster Sinn?

Wer sich für den Kauf neuer Fenster interessiert, stößt dabei auf viele Fachbegriffe. Passivhausfenster, Einbruchschutz Fenster, Schallschutzfenster, Sicherheitsglas, Wärmeschutzglas und Co. sind nur einige davon. Meist lassen sich mehrere Komforteigenschaften eines Fensters miteinander kombinieren. So werden heute generell alle Fenster nur noch mit einer Mehrscheibenverglasung zur besseren Wärmedämmung angeboten. Möglich sind Zwei- und Dreifachverglasungen. Diese sorgen dann auch dafür, dass aus dem einfachen Fenster ein Einbruchschutz Fenster werden kann, etwa durch das Verbundsicherheitsglas (VSG), das auf der Mehrscheibenverglasung aufbaut.

Generell auf Einbruchschutz am Fenster achten

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Beim Neukauf von Fenstern sollte man generell auf gewisse Einbruchschutzmaßnahmen achten. Sie können die Sicherheit im eigenen Zuhause deutlich steigern, schließlich sind viele Einbrecher Gelegenheitsdiebe. Wenn sich aber die Gelegenheit nicht ergibt, etwa durch gut gesicherte Fenster und Türen, dann verüben sie auch keinen Einbruch. Das zumindest besagen die Polizeistatistiken. Demnach geben viele Diebe einen Einbruchsversuch auf, wenn sie mehr als drei Mal vergeblich versucht haben, ein Fenster oder eine Tür aufzuhebeln. Das Fensterglas wird sogar noch seltener eingeschlagen, da der dabei entstehende Geräuschpegel die Gefahr erhöht, von Passanten oder Nachbarn entdeckt zu werden.

Wie wichtig Einbruchschutz Fenster zudem sind, zeigt auch ein Blick auf die polizeilichen Statistiken. Über viele Jahre hinweg sind die Einbruchszahlen in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Die Polizei hat immer wieder nicht ausreichend gegen Öffnungsversuche gesicherte Fenster und Türen dafür verantwortlich gemacht und entsprechende Aufklärungskampagnen betrieben. Die haben offenbar gewirkt, denn zuletzt waren die Einbruchszahlen leicht rückläufig, was wohl auch daran liegt, dass immer mehr Menschen die Schutzmaßnahmen an ihren Fenstern und Türen umgesetzt haben. Daher sollte man beim Kauf neuer Fenster generell auf diese Sicherungsmechanismen achten oder sie bei vorhandenen Fenstern nachrüsten.

 

Einbruchschutz Fenster werden klassifiziert

Die Einbruchschutz Fenster werden heute klassifiziert. Das heißt, dass sie einer bestimmten Resistance Class (RC) zugeordnet werden. Die Anforderungen an diese Widerstandsklassen, wie sie früher auch genannt wurden, sind in der DIN EN 1627 geregelt. Insgesamt unterscheidet man sechs Resistance Classes – RC 1N bis RC6. Je höher die Klasse, desto höher sind auch die Anforderungen an den Einbruchschutz der Fenster. Für private Haushalte sind vor allen Dingen die RC 1N bis RC3 empfehlenswert. Geschäfte und Unternehmen können auch auf die höheren Sicherheitsklassen ausweichen.

 

Maßnahmen zum Einbruchschutz am Fenster

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Wenn neue Fenster gekauft werden, sollte man sich gleich für Einbruchschutz Fenster entscheiden. Bei bestehenden Fenstern können einige Einbruchschutzmaßnahmen auch nachgerüstet werden, so zum Beispiel die Fenstergriffe. Beispielsweise lassen sich abschließbare Fenstergriffe an jedem Fenster nachrüsten. Sie erfüllen sogar gleich mehrere Zwecke: Den Einbruchschutz auf der einen Seite und die Kindersicherung auf der anderen Seite. Diebe können das Fenster nicht ohne Weiteres öffnen, wenn die Fenstergriffe abgeschlossen sind und für den Nachwuchs gilt dasselbe. Damit wird etwa ein unbeaufsichtigter Gang auf Balkon, Terrasse oder in den Garten verhindert.

Außerdem kommt es auf die richtige Verriegelung der Fenster an. Bei einfachen Fenstern werden Zapfenverriegelungen genutzt, beim Einbruchschutz Fenster setzt man dagegen auf Pilzkopfzapfenverriegelungen. Diese bestehen aus zwei Bauteilen, die sich ineinander verkrallen, sobald man das Fenster schließt. Dadurch wird ein Aufhebeln deutlich erschwert, was schon ein guter Einbruchschutz ist. Darüber hinaus kann spezielles Sicherheitsglas zum Einsatz kommen.

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