Die aktuell günstigen Zinsen und die Finanzierung vom Eigenheim

Von wegen Spießer sein: Der Traum von den eigenen vier Wänden ist noch immer bei sehr vielen Menschen vorhanden und weiterhin sehr stark. Doch oft scheitert dieser Traum an den hohen Kosten für ein Haus und an dem fehlenden Eigenkapital. Früher waren auch die sehr hohen Zinsen bei einem Kredit von Bedeutung. Schließlich war dann die Tilgung vor allem in den ersten Jahren nach dem Abschluss vom Kredit und nach dem Hauskauf verschwindend gering. Viele der stolzen Eigenheimbesitzer konnten sich wenig darüber freuen, dass es mit dem Kredit geklappt hat – wurde doch in den ersten Jahren weniger das Haus als die Bank bezahlt. Das hat sich mit den mittlerweile sehr niedrigen Zinsen auch bei einem Hauskredit geändert. Doch auch in den Zeiten von Niedrigzinsen sollte eine hohe Verschuldung nicht leichtfertig vorgenommen werden. Die Konditionen sind daher immer genau zu überprüfen.

Vorteile und Nachteile der Kreditoptionen gründlich überprüfen

Zinsen
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Aktuell ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank sehr gering – oder mit einem Betrag von knapp über null Prozent wohl kaum vorhanden. Trotz der aktuell geringen Zinsen sollten Kredite nicht einfach so abgeschlossen werden. Bei dem Abschluss von einem Kredit ist es von besonderer Bedeutung, dass eine lange Zinsbindung ausgewählt wird. Die Tilgung sollte ebenfalls hoch sein. Es ist nicht sinnvoll, einen günstigen Kredit mit geringen Raten und einer sehr niedrigen Tilgung zu wählen. Die Tilgung sollte am besten mindestens 2 Prozent betragen. Das ist letztendlich natürlich auch im eigenen Interesse – schließlich sollen die eigenen vier Wände irgendwann auch einmal einem selbst gehören. Bei allen Krediten ist es daher noch immer wichtig, die Vorteile genau wie die Nachteile im Blick zu behalten und nicht einfach aufgrund der niedrigen Zinsen einen solchen aufzunehmen.

Darüber hinaus sind die Zeiten auch nur bedingt günstig und ein Hauskauf nicht an jeder Stelle zu empfehlen. Denn vor allem in den Ballungsräumen sind die Kosten pro Quadratmeter sehr hoch und sorgen dafür, dass es nicht gerade einfach ist Eigentum zu erwerben. Das sollte vor allem bei Hauskäufen in Regionen und Ballungszentren wie Köln, Düsseldorf, München und Umgebung unbedingt beachtet werden. Schließlich soll sich das Eigenheim schon weiter lohnen und nicht irgendwann mit großem Verlust verkauft werden. Doch noch wichtiger als der Ort des Hauses ist in vielen Fällen der Kredit an sich. Nicht passende Konditionen oder zu hoch angesetzte Raten können zu erheblichen Schwierigkeiten sowie sogar zum Verlust des Hauses führen. Das sollte vor dem Abschluss von einem Kredit gut überlegt werden.

Laufzeiten und Tilgungsraten an die Bedürfnisse anpassen

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Im besten Fall wird also ein Kredit mit einer Zinsbindung genutzt. Ein Kredit mit variablem Zinssatz ist gerade in der aktuellen Situation mit niedrigen Zinsen sehr gefährlich. Der Grund dafür ist, dass die Zinsen dann drastisch steigen können, sobald sich die Situation verändert. Aktuell ist Experten zufolge nicht mit einer Erhöhung der Zinsen zu rechnen – doch wer weiß, wie es in zehn Jahren aussieht. Darüber hinaus ist die Laufzeit des Kredites genau wie die Höhe der monatlichen Rate äußerst wichtig für frischgebackene Hausbesitzer. Eine zu hohe Rate sorgt dafür, dass kaum genug Geld für den Lebensunterhalt bleibt. Keine Familie möchte für zehn Jahre oder noch länger auf Geschenke oder Urlaube verzichten. Zu motiviert sollte die Rate für den Hauskredit daher möglichst nicht gewählt werden. Eventuelle Veränderungen des Einkommens bei befristeten Stellen oder bei dem Wunsch nach Kindern sind ebenfalls zu beachten. Auf diese Weise wird eine Rate gewählt, die gut zu bezahlen ist und die auch in einigen Jahren noch bezahlbar ist. Im besten Fall sind übrigens auch Sondertilgungen möglich. Schließlich kann ein unerwarteter Geldsegen in kleiner oder größerer Form immer mal vorkommen.